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Artikel von Prof. Dr. G. Schmitt
aus dem Buch "Mit Tieren kommunizieren"
Silberschnurverlag, Seiten 113 ff

2001

ARTHEALING ODER ANGEWANDTES, ETHISCHES BEWUSSTSEINSDESIGN

"Weltanschauung als Intuition" proklamierte bereits der Schriftsteller, Geistes- und Naturwissenschaftler Rudolf Steiner. Die Künstlerin Gudrun Weerasinghe folgt der Prämisse und verflechtet in ihren Bildern die mystische Auffassung meditativ erfahrbarer Transzendenz mit einem sozialutopischen pazifistischen Glauben an ein grundlegend harmonisches Dasein von Natur und Lebewesen... Zur Näherung an die Werke solle der Betrachter nicht den Verstand benutzen, betont sie, sondern sein Gefühl. Ihr Ziel sei, die Harmonie in der Welt wieder spürbar zu machen, über das Unterbewusstsein das Positive im Menschen zu verstärken...

Das stufenweise Einfühlen in die Botschaft der Bilder resultiert somit in der Entwicklung "höherer" seelischer Fähigkeiten. Wohlüberlegt rufen sowohl die lichten und warmen Farben ein positives, optimistisches Lebensgefühl im Betrachter hervor als auch die in die Bilder implantierten Energieströme. Die kraterartigen Farblandschaften sind mit Perlen und Blattgold verziert und strahlen eine ungezügelte Energie aus. Analog zu Steiner und Joseph Beuys sind Wärme und Energie ihre Lebensbotschaften ebenso wie die Nutzbarmachung der Heilkräfte der Natur.

Perlen, Gold und Silber drücken angesichts einer zerbrechlichen, unsicheren Welt außerordentliche Schönheit und Dauer nahezu wie ein magisches, fast göttliches Gut aus. Die Perle, im Osten wie im Westen hochgeschätzt, symbolisiert den Mond, Unschuld, Geduld und Reinheit. Chinesische Drachen werden üblicherweise abgebildet, wie sie eine Perle umklammern; eine Metapher für Weisheit, Unsterblichkeit und Licht. Gleichsam ist das hochwertige Gold eng verknüpft mit der Sonne, Spenderin von Licht, Feuer und Leben. Dieser Glanz und diese Vollkommenheit sind Sinnbilder einer Welt, die mit dem täglichen Leben nur wenig gemein hat. Gudrun Weerasinghe verkörpert eine andere Ebene, eine Ebene, auf der alle Kreaturen in Eintracht miteinander leben. Durch Hellsehen, Hellhören und Hellfühlen ist diese Welt jedoch erfahrbar.

Ein farbig fließendes Gesamtbild öffnet sich, eine unmittelbare bildhafte Umsetzung des gesprochenen Wortes. Gudrun Weerasinghes Werke sind der Versuch, Gedanken eine bildhafte Form zu geben und charakterisieren Zwischenstufen von theosophisch-symbolistischen Bildzeichen und kosmischer Abstraktion.“ (Meister bildender Künste“, Band 4, Arte Factum Verlag, Nürnberg, 2001, Seiten 206/207)

Als aktive Tierschützerin und Tierkommunikatorin erfuhr Gudrun Weerasinghe 1998, dass ein pervertierter österreichischer „Aktionskünstler“ von einer fragwürdigen Jury in Deutschland zum Künstler des Jahres ernannt wurde, nachdem er auf einer Bühne öffentlich tagelang Kühe und andere Tiere zu Opernmusik folterte, bis sie endlich durch Tod erlöst wurden. Dies war für sie der Anlass, den Begriff „Arthealing – Angewandtes, ethisches Bewusstseinsdesign“ zu schaffen. Die von ihr entwickelte Stilrichtung Arthealing beschreibt das dialektische Verständnis ihrer Kunst: Heilung durch Kunst und Heilung der Kunst, gleichsam als Spiegelung ihrer kritischen Meinung gegenüber bestimmten Tendenzen zeitgenössischer Kunst.

Die in ihre Werke implantierten psychisch-mentalen Eigenschaften strahlen mehr aus, als die üblicherweise angewandte Farb- und Formgebung auszuströmen in der Lage wäre. So könnte ein düsteres, graues Bild mit „hängenden“ Formen dank der gezielt eingegebenen Informationen dennoch helle, lichte Lebensfreude aussenden. Unterschiedliche Informationen befinden sich in jeweils verschiedenen Werken.

So strahlt zum Beispiel ein Bild „Lebensfreude“ aus, während ein anderes „Bewusstseinserweiterung“, „Blockadenbefreiung“, „Unpersönliche Liebe“, „Toleranz“ "spirituelle Hingabe" oder weitere Attribute ausströmt.

Wenn jemand von den Qualitäten der Bilder profitieren möchte, rät Gudrun Weerasinghe nicht nur die Augen zu öffnen, um die Wirkungen und Wellen von Farben und Formen, die ja nur die Reflektionen dessen sind, was das Licht beeinflusst, oberflächlich aufzunehmen, sondern gleichermaßen die Seele, wie jedes Tier es automatisch tun würde, um die in die Werke implantierte Lichtkraft zu erkennen. Sie empfiehlt den Eindruck der lichten Ausstrahlungskraft mit geschlossenen Augen auf sich wirken zu lassen und dabei die passende energetische Eigenschaft des Bildes zu genießen. Tiere liegen oder sitzen im allgemeinen automatisch vor denjenigen Werken, die für sie energetisch von Vorteil sind. Man sollte experimentieren und versuchen - unabhängig von der Farb - oder Formgebung herauszufinden, bei welchem psychisch-geistigen Attribut man sich selbst bzw. das tierische oder menschliche Mitgeschöpf besonders wohl fühlt. Wer sich mit einem Arthealing Werk seiner Wahl befasst oder gar mit einer Arthealing - Arbeit lebt, die die Eigenschaften ausstrahlt, die gerade er besonders nötig hat, kommt nicht umhin, eine angenehme energetische Veränderung an sich wahrzunehmen. Besonders Kinder und die im allgemeinen sehr sensitiven Tiere reagieren auf bestimmte Informationen in Arthealing - Werken sehr positiv.

„Gudrun Weerasinghe gehört zu den besonderen Erscheinungen der Gegenwart... Als Kennerin der Lehre von Rudolf Steiner ist sie heute, an der Schwelle zum dritten Jahrtausend, eine Künstlerin, die gleichermaßen kognitiv wie auch emotional eingebunden, ihre Arbeiten in sich entstehen lässt. Der Satz Steiners in Mein Lebensgang, kurz vor dessen Tod 1925 niedergeschrieben, kann als Prämisse zum Werk von Gudrun Weerasinghe gelten:

Mir schwebte vor, wie die Jahrhundertwende ein neues geistiges Licht der Menschheit bringen müsse. Es schien mir, dass die Abgeschlossenheit des menschlichen Denkens und Wollens vom Geiste einen Höhepunkt erreicht hätte.

In der Steinerschen Weltauffassung verflechten sich der Glaube an Übersinnliches und daraus folgende meditative Erfahrungen mit einer Erneuerung der Ganzheitlichkeit des Individuums. Bekannte Künstler wie Kandinsky, Maryon, Lauer und Beuys wirkten im Sinne dieser Lehre und haben Epochales geschaffen.“ (Kunst Aktuell, Seite 22/23, Juni 1998)

Die positive Darstellung ihrer Bilder, die eher expressiv ist, zeigt in den früheren, konkreten Werken demzufolge auch nie irdisch leidende Pflanzen oder Tiere. In diesen Bildern schweben Mensch, Tier, Mineral und Pflanze im Gleichklang miteinander, in den früheren Arbeiten in gegenständlicher Darstellungsweise, heute zunehmend abstrakt. Feen, Natur- und Schutzbefohlene, Engel, Tiere, Pflanzen und Mineralien bevölkern ihre Bilder. Bemerkenswert ist, dass immer wieder Lichtkreaturen oder andere Geschöpfe in ihrer Malerei auftauchen, die schützend über einem Tier oder einer Pflanze schweben. Ihr innerer Protest gegen die barbarische Tierhaltung zur Fleischmast beispielsweise drückte sich bereits früher bewußt positiv aus in Bildern wie ,,Jenseitssphäre der Tiere", ,,Schutzgeist der Enten", Rückkehr des Embryo“ oder ,,Das erlöste Schwein bewundert die geistige Welt". Ihre Ehrfurcht vor allem Leben durchzog seit jeher Ihre gesamten Arbeiten. Gudrun Weerasinghes Botschaft zielte auch damals bereits darauf ab, das Positive im Menschen zu mobilisieren, ohne dabei natürlich zeitgenössische, politische und kritische Themen zu ignorieren. Nie zeigte sie leidende Geschöpfe, Not und Elend, denn ihrer Meinung nach wird durch das reine Stellen einer Diagnose, durch das Aufzeigen von negativen Istzuständen nichts geheilt oder verbessert, sondern vielmehr das Negative und Gewalttätige im Unterbewußtsein des Betrachters verstärkt, an dem unsere Gesellschaft krankt.

„Die heutigen abstrakten Werke von Gudrun Weerasinghe, die einen Teil ihres Lebens im Ausland, darunter im Herzen Afrikas, in Liberia und in Sri Lanka, verbracht hat, sind ebenso facherübergreifend wie die frühen Arbeiten. Sie umfassen die Domänen von Kunst und Wissenschaft, die soziale Frage, Medizin und Pädagogik, Landwirtschaft und Ernährung, die Erforschung des Mineralischen wie der Pflanzenwelt, der Seele und des Kosmos.“ (Meister bildender Künste“, Band 4, Arte Factum Verlag, Nürnberg, 2001, Seiten 206/207) Ihr gesamtes künstlerisches, schriftstellerisches und mediales Streben ist durchaus als Politikum zu verstehen, spätestens, seitdem in Deutschland die Tierschutzpartei ins Leben gerufen wurde und erst recht seit dem BSE Skandal als Ausdruck des totalen Verlustes jeglicher Sensibilität gegenüber Tier – und Umwelt.

Ein für andere sichtbares Resultat ihrer Auslandsaufenthalte und ihrer Kenntnis der Gebräuche und Mythen der dortigen Menschen ist ihre Ehrfurcht vor allem Leben, so dass sie Vegetarierin wird und sich für Gequälte, Missbrauchte und Unterdrückte vehement einsetzt. Um die Betrachter ihrer Bilder auf die Seelenhaftigkeit, auf das sensible Bewusstsein und die Gleichwertigkeit von Insekten und von abgewerteten sogenannten „Ekeltieren“ aufmerksam zu machen, vergibt sie Werktitel wie „Heilige Schnecke“, „Verliebte Heuschrecke“ oder "Die Ratte, dem liebenden Licht entgegenstrebend“. Während des Übergangs von den früheren bis hin zu den heutigen Werken wandeln sich in den Bildern von Gudrun Weerasinghe die Stilelemente vom vordergründigen Abbild mit kritischen Bildthemen zum „Arthealing“, in dem ihre Werke „ein Wesen bei ihrer Schöpfung empfangen. Sie beinhalten metaphysische Schwingungen, die auf den Betrachter einwirken können, seine Stimmung beeinflussen, ändern...“ (Kunst Aktuell, Seite 22, Juni 1998)

In ihrem urheberrechtlich geschützten Werk „Arthealing“ implantiert Gudrun Weerasinghe demnach weit mehr als nur Farben und Formen, Fragmente, Collagen unterschiedlichster Materialien, Kristalle und Metalle, die ein Gesamtwerk für die sinnliche und übersinnliche Wahrnehmung ergeben. Ihre Arbeiten werden in erstrangigen, internationalen Galerien gezeigt. Regierungsempfänge finden zugunsten ihrer Kunst statt. Wie in diesem Buch beschrieben, legt sie Wert darauf, dass auch Tiere ihre Ausstellungen besuchen, um den Besuchern einen Bewusstseinsanstoß bezüglich der Wertigkeit der Gattung Tier zu geben, getreu ihrer provokanten Maxime:

Tiere existieren nicht, um der Kunst zu dienen,
sondern
die Kunst existiert, um auch den Tieren zu dienen.

In einer brutal materialisierten und abgestumpften Gesellschaft, in der ein Verantwortungsbewusstsein für Tier und Umwelt kaum noch auszumachen ist, stellt die Botschaft dieses Buches trotz oder gerade wegen der individuellen Sicht der Autorin einen erfreulichen Lichtblick und Hoffnungsschimmer dar.


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